Tier der Woche:Huhn in der Ausnüchterungszelle
moskito007 20. Februar 2008
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Zu einem Geldinstitut an der Hochstraße in Wipperfürth musste die Polizei am späten Sonntagabend ausrücken. Den Spezialeinsatz erforderte nicht etwa ein Bankräuber, sondern – ein Huhn (seiner Natur nach unbewaffnet und unmaskiert).
Das anscheinend herrenlose Tier hatte wohl Zuflucht vor der herben Kälte gesucht. Und diese in Ermangelung eines Hühnerstalls im Zentrum der Nachbarstadt im Vorraum der Bank gefunden. Was also tun? Die Polizei ging logisch-systematisch vor, so lässt sich dem Polizeibericht von Jürgen Dzuballe, Beamter in der Pressestelle der Kreispolizeibehörde, entnehmen.
Dzuballe: „Da das Tier weder Halsband noch Chip trug, blieb die Suche nach dem Besitzer ergebnislos.“ Und: „Daraufhin entschlossen sich die eingesetzten Beamten, das Huhn zu seinem eigenen Schutz in polizeiliches Gewahrsam zu nehmen.“ In einer blauen Plastikbox sicher aufgehoben, verbrachte das Huhn, keineswegs kopflos geworden, die Stunden nach seiner vorläufigen Festnahme in der Ausnüchterungszelle.
Bis Volker Chemnitzer in Aktion trat: Der Leiter der Polizeiwache gewährte kurzerhand dem Huhn auf seinem ländlich gelegenen Anwesen in Lindlar Asyl. Dort wird es bleiben, bis sich der rechtmäßige Eigentümer meldet. Tierfreunden wie Chemnitzer sei der Ordnung halber noch versichert, was gestern auf Nachfrage bei der Polizei-Pressestelle zu erfahren war: Im Suppentopf wird das wanderfreudige Huhn nicht landen, solange es unter Polizeischutz steht.
Für uns das Tier der Woche, Umzug mit Kost und Logie auf Staatskosten, ein Huhn das weis wo es lang geht:)
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