Tierhaus e.V. sucht Tierpaten für gerettete Oster-Hühner
Kleiner Onkel 8. April 2009

Osterzeit ist Eierzeit: Der Bedarf an Eiern nimmt gerade in der Osterzeit rapide zu. Dabei stammen die meisten Ostereier aus der tierquälerischen Legebatterie. Auch wenn die Politik die Zeichen der Zeit erkannt und die klassische Legebatterie per Gesetz verboten hat, so leiden doch immer noch Millionen von Hühnern – auf Grund der langen Übergangsfristen – in engen Käfigen.
Aber auch die neue Alternative, die Kleingruppenhaltung, verspricht nichts wirklich Neues und vor allem keine Verbesserung, denn es handelt sich dabei um ein Käfigsystem: Käfig bleibt eben Käfig, daran ändert auch der neue Name nichts.
Fünfundzwanzig Käfig-Hühnern hat der Verein Tierhaus mit Sitz in der Eifel ein art- und tiergerechtes Leben geschenkt, sie wurden aus Legebatterien in Niedersachsen befreit und werden derzeit auf dem Gnadenhof aufgepäppelt. „Die Strapazen des Käfigs sind den geschundenen Kreaturen noch anzusehen, doch ich bin glücklich, dass ich wenigstens diesen Hühnern die weitere Tortur in der Legebatterie ersparen konnte“, freut sich Carmen Weltersbach, Vorstandsvorsitzende vom Tierhaus e.V. Auf dem 13.000 qm² großen Gnadenhof, dem Tierhaus, kümmert man sich liebevoll um die Hühner. Dabei machen die Tiere anfangs einen gestörten Eindruck und bewegen sich eher zurückhaltend auf die Freilandfläche, offensichtlich begreifen die Hühner erst langsam, was die neu gewonnene Freiheit zu bieten hat. In den ersten Tagen hatte die gelernte Tierheilpraktikerin Carmen Weltersbach große Sorgen um ihre neuen Bewohner, denn sie wollten nicht fressen, erst als sie den Hühnern ein Gitter vor den Schnabel gestellt hat, fingen sie an zu picken. In der Legebatterie mussten die Tiere immer ihren Kopf durch Gitterstäbe stecken, um an Futter zu kommen, dass es auch anders geht, lernen die Hühner gerade Stück für Stück.
Doch eine Sorge hat Carmen Weltersbach, die vor zwei Jahren den begehrten Tierschutzpreis des Landes NRW für ihre hervorragenden Verdienste im Tierschutz bekommen hat, noch: Die Futterkosten für die Hühner übersteigen das Budget des Tierhauses, eigentlich hätte Carmen Weltersbach die Hühner gar nicht mehr aufnehmen können, doch die Tiere taten ihr so leid; und darum sucht sie jetzt Tierpaten für die 25 geretteten Hühner. Als Tierpate übernehmen tierliebe Menschen die Futterkosten (ca. 5 € pro Monat) für ein Huhn und verleihen dem Tier einen Namen. Der Pate kann sich jederzeit über das Wohlergehen seines Huhns informieren und es auch jederzeit persönlich auf dem Gnadenhof in der Eifel besuchen.
(openPR)
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