Biblische Schafe aus dem Tierpark Arche Warder weiden am Ufer des Seehotels Töpferhaus
Kleiner Onkel 15. Juni 2009
Eine kleine Gruppe Jakobsschafe mit ihren Lämmern hat für diesen Sommer einen idyllischen 4-Sterne Weideplatz auf den Seewiesen des Seehotels Töpferhaus bezogen. Einzigartig im Herzen von Schleswig-Holstein liegt das Seehotel Töpferhaus und bietet fernab der großen Städte, am Ufer des schönen Bistensees, in der tiefen Ruhe und Geborgenheit der hügeligen Hüttener Berge eine traumhafte Kulisse, sich richtig verwöhnen zu lassen.
Die Tiere stammen aus dem Tierpark Arche Warder, der sich den Erhalt alter und vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen auf die Fahnen geschrieben hat. Dass die Schafe mit den vier Hörnern und den bunten Punkten die neuen „Gäste“ des Seehotels sind, hat für beide
Kooperationspartner Vorteile. Die Hotelgäste des Töpferhauses können sich an dem Anblick der urigen Schafe erfreuen und einiges über diese alte Rasse erfahren Für die Arche Warder hat eine solche Maßnahme noch einen tieferen Grund. „Bei der Erhaltungszucht ist es sehr wichtig, dass man Schutz mit Hilfe von Satellitenstationen schafft. Diese sind im Prinzip Weideflächen außerhalb des Tierparks“, erklär
t Dr. Dr. Kai Frölich, der Direktor der Arche Warder. „ Beim Aufkommen von Seuchen z.B. kann diese regional getrennte Haltung überlebenswichtig sein. Die Arche hat bisher 15 Stationen eingerichtet.“
Was ist das Besondere an Jakobschafen?
Das Jakobschaf macht etwas her. Das sieht man auf den ersten Blick. Besonders auffällig: Die Hörner, das gefleckte Fell und das für Schafe ungewöhnlich selbstbewusste Auftreten.
Bereits in der Bibel erwähnt….
Das Jakobschaf ist eine uralte Rasse, die vermutlich aus dem Heiligen Land stammt und bereits in der Bibel erwähnt wird. Später sind die Schafe mit arabischen Eroberern über Nordafrika nach Spanien gekommen. Da sie sehr genügsam sind, wurden sie auch auf den Schiffen der Spanischen Armada gehalten. Bei deren Untergang vor der britischen Küste konnten sich einige Tiere an Land retten.
Eigenschaften der Jakobsschafe
Beide Geschlechter haben zwei oder vier Hörner, in Ausnahmen bis zu sechs, die bei den Böcken deutlich stärker ausgeprägt sind und ihnen ein imposantes Aussehen verleihen. Bereits einige Wochen nach der Geburt ist erkennbar, ob es ein Zwei- oder Vierhorn-Lamm ist. Im Konkurrenzkampf der Böcke kann später schon mal ein Horn verloren gehen.
Das Fell ist weißgrundig mit braunen oder schwarzen Flecken. Die Wolle ist sehr gut zum Spinnen geeignet. Durch entsprechende Sortierung können Farbtöne von weiß über braun bis hell- oder dunkelgrau zusammengestellt werden. Auch zum Färben und Filzen ist die Wolle geeignet.
Die Böcke sind mit zwei bis drei Jahren ausgewachsen. Die weiblichen Schafe haben einen ausgeprägten Mutterinstinkt. Während die erste Ablammung meist nur ein Lamm bringt, sind später Zwillingsgeburten normal und Drillinge nicht ungewöhnlich.
Jakobschafe sind eine genügsame und robuste Landschafrasse. Sie haben mageres, sehr schmackhaftes Fleisch, es ist dem Wildbret ähnlich.
(openPR)
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