Tierversicherung: Ist die Krankenversicherung für die Katz?
admin 8. Dezember 2009
Wenn Weihnachten vor der Tür steht und die Kinderlein recht artig waren, erweicht sich manch ein Elternherz und erfüllt den lang gehegten Wunsch nach einem Haustier.
Ob Waldi, Mietzi oder Mohrchen, Haustiere sind zu Weihnachten absolut gefragt. Hat man den vierbeinigen Freund im Haus, sollte man sich jedoch auch um die richtige Absicherung kümmern. Auf dem Versicherungsmarkt gibt es einige interessante Tierversicherungen (www.finance-store.de/tierversicherungen), doch nicht alle halten, was man sich von ihnen verspricht.
Die Tier-Krankenversicherung: Krankenversicherungen werden hauptsächlich für Katzen, Hunde und Pferde angeboten. Das kann insbesondere bei Rassetieren, die häufiger ernsthaft erkranken, durchaus sinnvoll sein. Doch in vielen Fällen sind sie für die Katz. Zumeist werden bei einer Krankenversicherung auch die regulären Impfungen Parasiten-Mittel und Tierarzthonorare beglichen, was den Anschein erweckt, dass es sich hierbei um ein gutes Geschäft handelt. Dabei ist zu bedenken, dass die Beiträge, wie bei einer privaten Krankenversicherung, abhängig vom Alter und Gesundheitszustand des Tieres bei Abschluss der Versicherung sind. Bei einer 5-jährigen Rassekatze sind 50 Euro monatlich (je nach Tarif) gut möglich. Deshalb sollte man die Beiträge über die Lebensdauer ins Verhältnis setzen zu den zu erwartenden Behandlungskosten.
Die reine OP-Versicherung: Sie ist bei Rassetieren häufig wirklich empfehlenswert. Denn komplizierte Operationen können leicht 300 bis 1000 Euro kosten, die in der Regel im Familienbudget nicht vorgesehen sind. Denn wenn das Tier aus finanziellen Gründen erlöst werden muss, obwohl die teure OP noch geholfen hätte, ist das natürlich sehr tragisch. Es ist im Übrigen auch möglich, ein Krankenhaustagegeld mit einzuschließen. Hierauf sollte man jedoch verzichten.
Die Tierhalter-Haftpflichtversicherung: Bei einigen Tieren sollte die Tierhalterhaftpflichtversicherung (www.finance-store.de/tierhalterhaftpflichtversicherung) als Muss betrachtet werden. Die bekanntesten Beispiele sind die Hunde-Haftpflicht und die Pferde-Haftpflicht. Der Halter des Tieres haftet für Schäden, die das Tier verursacht, bis zum vollständigen Ersatz des Schadens. Wenn bspw. ein Hund seinem Schutzinstinkt nachgeht (dies ist im Übrigen nicht allein eine Wesensart von Kampfhunden, sondern ein rudeltypisches Verhalten) und einen Menschen dabei verletzt (Personenschaden) kann das derart teuer werden, dass man für den Halter von einem existenzgefährdenden Risiko sprechen muss. Denn eine Schadenersatzforderung von mehreren hunderttausend Euro oder über einer Million, was bei Personenschäden durchaus realistisch ist, würde sicherlich so gut wie jeden in den finanziellen Ruin treiben. Wer sich also ein Tier anschafft, von dem eine Gefahr für andere ausgehen kann (besonders Jagd- und Raubtiere, giftige Tiere etc.), der sollte eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen. Für Reptilien gibt es eine separate Reptilienversicherung, welche das Haftpflichtrisiko mit versichert.
Die Tier-Lebensversicherung: Diese Versicherung ist für solche Tiere gedacht, deren Existenz einen wirtschaftlichen Faktor darstellt, der z.B. bei Ableben des Tieres entfällt und somit ein finanzielles Risiko darstellt. Das ist beispielsweise bei Rennpferden der Fall. Die Versicherung leistet jedoch nicht nur bei Tod oder Nottötung, sondern unter anderem auch bei Diebstahl, Raub oder dauerhafter Zuchtuntauglichkeit.
(openPR)
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